Fasulya-Topf – Hommage an das legendäre „Kassiopeia“ in Wuppertal

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Ach, was waren das Zeiten: die goldenen 70er-/80er-Jahre im Tal der Wupper. Dem legendären Jäger 90 habe ich in einem meiner letzten Beiträge bereits gehuldigt. Meine 70er-/80er-Jahre waren weiterhin geprägt vom „Wackeltreff“ in der Börse, dem Rockpommels Land und der Studentenkneipe Kassiopeia. Letztere war eine locker bis chaotisch geführte Kneipe mit Kleinkunstbühne, überraschend gutem und günstigen Essen sowie Treffpunkt der gesamten Wuppertaler Spontiszene. Ein besonders gelungenes Gericht ist mir bis heute noch in guter Erinnerung: der Fasulyatopf – eine Geschmacksoffenbarung der ganz besonderen Art. Griechisch angehaucht ist das Rezept und verlangt unbedingt Mengen an Brot zum Auftunken der köstlichen Soße. Zum Spülen eignen sich frisch gezapftes Pils genauso wie ein tiefroter, fruchtiger und trockener Rotwein.

Zutaten (2 – 3 Portionen):
750 g grüne Bohnen, gewaschen, die Enden gekappt
1 Tasse „Bohnenwasser“
1 Dose stückige Tomaten (400 ml)
1 Zwiebel, fein gewürfelt
4 Knoblauchzehen, gepresst
1 Gläschen Rotwein, trocken
1 EL Tomatenmark, 3-fach konzentriert
1 TL Zucker
200 g Schafskäse, grob zerbröselt
Oregano, Salz, Pfeffer
1 EL Olivenöl

Zubereitung:
Die Bohnen in Salzwasser etwa 12 Minuten bissfest garen, abseihen und beiseite stellen.

Den Backofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Zwiebelwürfel darin anschwitzen. Mit dem Rotwein und dem Bohnenwasser ablöschen und stückige Tomaten, gepressten Knoblauch, Zucker, Tomatenmark sowie Oregano dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Soße in eine Schüssel geben, die grünen Bohnen zufügen und alles gut miteinander vermengen.

Eine geeignete Auflaufform leicht einfetten und die Bohnen-Tomaten-Masse hineingeben. Mit dem gebröselten Schafskäse bestreuen und im vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten überbacken.

Das Rezept ist recht schnell gemacht, ultralecker und hat Suchtpotential! Ein Fladenbrot vom Türken ist Pflichtbeilage!

5 Kommentare Gib deinen ab

  1. D.S.K sagt:

    Sehr schön, diese Art von Kneipen gab es in jeder Stadt. Bei uns war es die Krone in Damrstadt. Die hatten zum Glück aber kein Essen ausser Bockwurst ;-). Ich kann mir genau vorstellen, wie es dort aussah, hach das waren noch Zeiten…LG Cornelia

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    1. asz02011961 sagt:

      Hallo Cornelia, ja, das waren echt noch Zeiten. Das beschriebene ‚Kassiopeia‘ liegt mittlerweile fast 40 Jahre zurück; die Erinnerung daran ist aber noch ganz frisch… Die ‚Krone‘ in Darmstadt: gibt es die noch? Das wäre cool! In meiner Heimatstadt Wuppertal haben sich noch ein paar dieser Kneipen gehalten, allen Trends zum Trotz…
      Gruß
      Andreas 🙂

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      1. D.S.K sagt:

        Hallo Andreas, ja gibt es noch, bzw. Ich weiß nicht, wie die durch die Corona-Zeiten gekommen sind. Ich hoffe, e s geht Euch gut in Wuppertal oder ihr seid glimpflich davon gekommen. Ganz schön schockierende Nachrichten. LG Corn

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      2. asz02011961 sagt:

        Hallo Cornelia, ich wohne seit 24 Jahren in Köln, bin nur noch ab und zu in Wuppertal bei meinen Eltern. Wir sind trotz Starkregen alle zum Glück gut durchgekommen. In der Eifel bei meiner Schwiegermutter sieht’s im Umland heftig aus. Lieben Gruß Andreas

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      3. D.S.K sagt:

        Das ist gut zu wissen. Liebe Grüße Cornelia

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